About me

Jemand hat mal gesagt, dass im Prinzip alles Kunst sein kann – wie jemand sich kleidet, welche Farben und Muster er wählt oder sogar, wie jemand seine Suppe isst. Für mich persönlich ist Kunst all das, was ich in meiner eigenen Wahrnehmung als Kunst einordne. Alles in der Natur ist Kunst. Was Lebewesen und die Natur erschaffen, ist ein Kunstwerk für sich. Das muss nicht immer perfekt sein, aber in meinen Augen ist es immer schön.

Hi, ich bin Eliza. Meine Kunst: Perfektionistisch, chaotisch, emotional.
“Self-taught” Künstlerin, Absolventin eines Berufskollegs für Modedesign und Newcomer Tattoo Artist.

Ich habe ständig das Bedürfnis, Dinge zu erschaffen. Ich glaube, der Mensch ist genau dafür gemacht. Ich spüre diesen Impuls so stark, dass ich eigentlich immer Papier und Stifte dabei habe – ich muss einfach ständig produktiv sein.

Ich liebe das kreative Chaos, meinen Hund und blaue Farbpaletten. Bei mir liegen überall Stifte verteilt, ich finde regelmässig Bleistifte in meinen Hosentaschen, und Farbe landet auf so gut wie all meinen Klamotten. Meist wie gesagt die Farbe Blau. Sie beruhigt mich, besitzt aber gleichzeitig unheimlich viele verschiedene Ebenen. Andere Farben finde ich meistens nur im Kontext schön, zum Beispiel wenn man Rotnuancen für einen Hautton mischen muss.

Ich liebe den künstlerischen Prozess. Mich begeistert sogar die Phase, in der erst einmal alles schlimm und schief aussieht. Die Phase, in der so viele Menschen frühzeitig aufgeben und denken, ich kann das nicht. Wenn man die aber durchsteht und darauf vertraut, dass sich alles irgendwann harmonisch zusammenfügen wird; dann entsteht etwas Grosses. Außerdem liebe ich den Moment, in dem ich mir ganz intuitiv einen oder mehrere Stifte greife, die mich in Sekundenschnelle ansprechen, um dann genau aus dieser Auswahl des Zeichenmediums ein Kunstwerk zu erschaffen. Das kann eine Zeichnung von einem Tier sein, denn die sind unglaublich vielseitig und wunderschön. Das kann aber auch ein Portrait von einem Menschen sein, weil ich es hochspannend finde, Emotionen in menschlichen Gesichtern zu lesen.
Das Zeichnen von Body-Mind-Bildern wiederum ist ein sehr viel emotionalerer Prozess, der mich Selbst zeigt, dass ich mich als Künstlerin spürbar weiterentwickelt habe.

Ein englisches Zitat beschreibt es für mich perfekt: „Making a portrait of someone means celebrating the person.“ Ich finde menschliche Gesichter hochspannend, kann Emotionen darin sehr gut lesen und konnte mir die Gesichter von Menschen schon immer hervorragend einprägen. Ich finde es zudem wahnsinnig faszinierend, wie viele individuelle Künstler es gibt, die verschiedene Stile ausleben – jeder hat eine andere Wahrnehmung von Schönheit. Kunst ist dafür da, Menschen eine ganz individuelle Freude zu bereiten.

Im Alltag fallen mir unheimlich viele Details und Kleinigkeiten auf, besonders bei den Menschen um mich herum. Manchmal empfinde ich das als anstrengend, weil mein Kopf kognitiv sehr viel verarbeiten muss, weshalb ich mich auch gerne mal zurückziehe. Als Künstlerin hat man automatisch eine selektive Wahrnehmung: Ich sehe Gesichter und Farben ganz anders. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte oder einen Sonnenuntergang beobachte, übersetze ich das im Kopf sofort in Linien und überlege, wie ich es malen könnte.

Die Kunst lehrt mich immer wieder aufs Neue, das Leben und all die Individuen darin aufrichtig zu bewundern. Sie zeigt mir außerdem, dass es immer wieder einen Neuanfang und einen Entwicklungsprozess gibt. Wenn man eine Sache nicht gleich geschafft hat, versucht man es noch mal und beim nächsten Mal wird es besser. Das Leben besteht aus Wachstum, das jeder von uns durchlaufen muss – ansonsten sind wir nicht wahrhaft lebendig.